Weine mit Kopf

Hinter den sieben Bergen liegt das kleine Südburgenland. Die wenigsten Besucher des Burgenlandes schaffen es bis hierher. Nicht nur des langen Weges wegen; die oft fast übermächtige mediale Präsenz der größeren Nachbarn lässt kaum Platz für eine nachhaltige Wahrnehmung. Und lässt Spielraum für Entdeckungen. Eine davon ist Thomas Kopfensteiner.

Blaufränkisch Visionär: Thomas Kopfensteiner

Blaufränkisch Visionär: Thomas Kopfensteiner

Fünfzehn Hektar beschäftigt das Familienweingut, acht Hektar liegen am historisch bedeutenden Eisenberg, der direkt im Grenzgebiet zu Ungarn liegt. Paradelagen sind Szapary, Saybritz und Reihburg, unterschiedlich in der Höhe und Zusammensetzung der Böden. In beeindruckender Weise gelingt es Thomas, den unterschiedlichen Charakter der Lagen herauszuarbeiten und die zahlreichen Facetten der Leitsorte Blaufränkisch zu zeigen. Gemeinsam ist allen Weinen ein hohes Mass an Frische, Eleganz und Finesse – Attribute, die man leider (noch) immer noch zu wenig im zeitgenössischen Blaufränkisch sieht. Deutlich zu sehen ist die Entwicklung, welche die Kopfensteiner Weine in den letzten Jahren genommen haben. Weniger Holz, dafür mehr Spannung und Ausdruckskraft sind deutlich wahrnehmbar und gipfeln in der 2012er Kollektion, die künftig die Benchmark für Thomas sein wird. Gewinner des Lagentrios am Eisenberg ist in diesem Jahrgang für mich der Blaufränkisch Saybritz, der sich ohne Übertreibung zum absoluten internationalen Spitzensegment zählen darf.

Faszinierender Eisenberg

Faszinierender Eisenberg

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